Sonne nach dem Sturm: Xenia’s Geschichte zu Ihrem Regenbogen Baby

Egal ob Du bereits einen Verlust erlitten hast, einen unerfüllten Kinderwunsch hast oder einen schwierigen Weg bis zum Mama Sein hattest – einer der wichtigsten Dinge zu wissen ist: Du bist nicht alleine! Jede Reise ist so individuell und auf jeden Sturm folgt ein Regenbogen.

Wir fühlen uns sehr geehrt diese wunderschöne und hoffnungsvolle Geschichte von Xenia erzählen zu dürfen – einer Mama, die bereits die Erfahrung machen musste, ein Baby zu verlieren und nun wieder schwanger ist.

Liebe Xenia, Du bist wieder schwanger – wir freuen uns sehr für Dich! Zwischen Valentin und der aktuellen Schwangerschaft hattest Du eine Fehlgeburt. Euer Baby ist also ein „Regenbogenbaby“.

Wie hast Du Dich in der Schwangerschaft im Vergleich zu Deiner ersten gefühlt? War irgendetwas anders?
Unser Kinderwunsch vom zweiten Kind ging relativ schnell in Erfüllung. Ich achtete in der Schwangerschaft sehr auf eine gesunde Lebensweise – trotzdem hatte ich von Anfang an ein schlechtes Gefühl. Ich kann gar nicht genau sagen, weshalb.

Wann hast Du Dein Baby verloren? Wir ging es Dir?
Meine Fehlgeburt war in der Frühschwangerschaft (8.SSW) und in dem Stadium gilt eben das „Alles oder Nichts-Prinzip“ und offenbar war irgendetwas in der Entwicklung unseres Babys nicht in Ordnung. Anfangs war ich natürlich sehr traurig und ich hatte Schuldgefühle (auch wenn ich vom Kopf her wusste, dass ich nichts falsch gemacht habe). Ich habe mich sehr alleine mit meinen Gefühlen gefühlt.

Wie hast Du von der Fehlgeburt erfahren? Gab es irgendwelche Anzeichen?
Ich hatte keinerlei körperliche Anzeichen und habe mich gefühlt wie immer. Im Nachhinein ist mir aufgefallen, dass die Schwangerschaftsmüdigkeit ca. 3-5 Tage bevor ich beim FA zur Routineuntersuchung war, nachließ und auch meine Brüste nicht mehr so empfindlich waren. Es war aber nicht so, dass alles ganz plötzlich weg war. Deshalb habe ich mir auch keine Gedanken darüber gemacht. Meine Fehlgeburt war ein sog. stiller Abgang, d.h. dass alles ohne Blutungen oder Krämpfe passierte. Dadurch musste ich einige Tage später dann auch im Krankenhaus ausgeschabt werden.

 

Nehmt euch unbedingt Zeit zu trauern und arbeitet den Verlust auf.
Der Austausch mit Gleichgesinnten kann sehr wertvoll sein.


Was würdest Du Eltern sagen, die das gleiche erleben?

Ihr seid nicht schuld! Es ist ganz wichtig, dass ihr euch das immer wieder sagt! In der Frühschwangerschaft entwickelt sich alles beim Baby und wenn das nur etwas kleines nicht stimmt, regelt der Körper das meist von selbst. Nehmt euch unbedingt Zeit zu trauern und arbeitet den Verlust auf. Der Austausch mit Gleichgesinnten kann sehr wertvoll sein.

Du bist nun wieder schwanger. Dies muss ein wahnsinnig schönes Gefühl für Dich sein. Wie schnell wurdest Du nach der Fehlgeburt wieder schwanger? Und wolltest Du gleich wieder schwanger werden?
5-6 Wochen nach der Ausschabung habe ich meine Tage wieder bekommen. In dieser Zeit haben wir den Verlust gut verarbeitet und haben beschlossen, dass wir es gleich wieder probieren möchten und auch bereit dazu sind. Das Baby, welches wir verloren haben, wird immer einen Platz bei uns haben. Es sollte eben einfach nicht sein.

 

Vor den nächsten Terminen hatte ich immer wieder Angst,
aber tief in mir hatte ich das Gefühl, dass dieses Mal alles gut gehen wird.


Wie geht es Dir aktuell? Erlebst Du diese Schwangerschaft unbeschwert oder hast Du spezielle Ängste?
Als ich meinen positiven Schwangerschaftstest hatte, habe ich mich natürlich sehr gefreut.
Ich habe mich dieses Mal aber bewusst dazu entschieden, erst ab der 8. SSW nach einem Termin beim Frauenarzt zu fragen (man sieht den Herzschlag erst ca. ab der 6.-8. Woche).
In der Zeit habe versucht, mich nicht zu sehr in das Thema rein zu steigern und mir immer wieder gesagt: „Wenn es so sein soll, dann wird auch alles passen“.
Manche würden das vielleicht als verdrängen bezeichnen, aber für mich war das nicht so. Ich habe versucht, meinen Alltag wie immer zu gestalten und bin so ganz gut zurecht gekommen. Direkt vor dem Termin hatte ich dann aber tatsächlich große Angst. Mir hat es sehr geholfen viel mit meinem Freund und meiner Mama zu sprechen. Als ich gehört habe, dass alles sehr gut aussieht und das kleine Herzchen auch schlägt, war ich natürlich sehr erleichtert. Vor den nächsten Terminen hatte ich immer wieder Angst, aber tief in mir hatte ich das Gefühl, dass dieses Mal alles gut gehen wird.

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