Let’s Talk About Beckenboden!

Zum Thema Tragen und Beckenboden erreichen uns regelmäßig viele Fragen: Darf ich mein Baby direkt nach der Geburt tragen? Was kann ich beim Tragen beachten, um meinen Beckenboden möglichst zu schonen? Diese und weitere Fragen wollen wir in unseren fünf Facts „Beckenboden und Tragen“ für Dich beantworten!

Unser Tipp: Schau Dir ergänzend zu unserem Blogartikel auf jeden Fall auch die informativen Videos der Beckenbodentrainerin Lea Köhler auf unserem Instagramkanal an!

FACT I: Tragen im Tragetuch kann Deinen Beckenboden unterstützen!

Dein Beckenboden dankt es Dir, wenn du Dein Tragetuch eng bindest und dein Baby somit sehr körpernah etwa auf der Höhe sitzt, dass du es bequem auf sein Köpfchen küssen kannst. Durch die Anhockung und der dir zugewandten Haltung deines Babys bildet ihr eine (Kuschel)-Einheit. So wird das Gewicht Deines Kindes ideal auf Deinen Körper verteilt, und der Schwerpunkt liegt auf Deiner Körpermitte. Dein Rumpf wird stabilisiert und Dein Beckenboden nicht durch eine Ausgleichshaltung deines Körpers belastet.

Das Tragen im Tuch schont Deinen Beckenboden somit mehr, als würdest Du Dein Baby ausschließlich ohne Tragehilfe auf Deinem Arm tragen. Denn dabei liegt der Schwerpunkt Deines Kindes weiter entfernt von Deinem Körper, was wiederum den Beckenboden belastet. Zudem wird dabei häufig eine Schonhaltung eingenommen, die wiederum zu Rückenschmerzen und Verspannungen führen kann!

FACT II: Das Tragetuch stabilisiert Deine Körperhaltung!

Ein gut gebundenes Tragetuch unterstützt Deine aufrechte Körperhaltung und Dein Beckenboden wird entlastet. Unsere Bindetipps für ein bequemes und gesundes Tragen: Achte darauf, Dein Tragetuch auf dem Rücken gut aufzufächern und positioniere das Kreuz deiner Tuchbahnen ungefähr auf Höhe Deines (gedachten ;-)) BH-Verschlusses. (Bild 1) Außerdem ist es sowohl für Dich als auch für Dein Baby am bequemsten, wenn Du Dein Tuch eng bindest. Um Dein Baby nun ideal zu positionieren, achte darauf, dass die Tuchbahnen sich nicht zu hoch kreuzen. (Bild 2) Denn hier nimmt Dein Baby Platz: Setze es sanft in die gekreuzten Tuchbahnen und lass es dort erst einmal ankommen. Gib’ euch Zeit, vor allem bei den ersten Bindeversuchen. Bevor Du die Tuchbahnen über dem Rücken Deines Kindes auffächerst, stelle sicher, dass die Sitzhöhe für euch bequem ist. (Bild 3) Die Atemwege Deines Babys sind dabei zu jeder Zeit frei. 

Ein gut gebundenes elastisches Tragetuch mit einem zufriedenen Baby fühlt sich schließlich fast ein bisschen an wie Dein Babybauch aus der Schwangerschaft. Gerne unterstützen wir Dich für die perfekte Bindetechnik mit unseren Videotutorials, oder melde Dich jederzeit unter trageberatung@littlewombat.de, falls Du Dir Unterstützung wünschst. 

Unser Extra-Tipp: Fächere die Tuchbahn Deines Tragetuches unter Spannung auf Höhe Deines Beckenbodens auf. Viele Mamas mögen dieses stützende Gefühl von außen und Du erfährst dadurch Stabilität im Rumpf. Natürlich kannst Du diesen Tipp auch ausprobieren, wenn Du einen Kaiserschnitt hattest.

FACT III: Tragen ab Geburt, ist das okay?

Grundsätzlich solltest Du Dich in den ersten Wochen nach der Entbindung möglichst schonen. Damit Dein Beckenboden nicht zu sehr durch die Schwerkraft in aufrechter Haltung beansprucht wird, schonst Du Dich am besten liegend.

Doch wir wissen, dass es im realen Alltag nicht immer möglich ist, sich im Wochenbett ausschließlich Ruhe zu gönnen. Vor allem mit größeren Geschwisterkindern wirst Du Dich nicht immer ausruhen können, selbst wenn Dein/e Partner*In auch Elternzeit nehmen kann. 

Wir empfehlen: Frage auf jeden Fall Deine Hebamme oder Gynäkologin, ob der Verlauf Deiner Geburt und die Position Deiner Gebärmutter dem Tragen Deines Babys in den ersten Tagen nach der Geburt entgegensteht. In jedem Fall solltest Du besonders sensibel auf die Signale Deines Körpers hören und das Tragen sehr langsam angehen. Sei bei den ersten Trageversuchen aus Sicherheitsgründen nicht alleine und steigere die Tragedauer langsam, um Deinen Körper daran zu gewöhnen.

Unser Tipp: Für einen besonderen Kuschelfaktor direkt nach Geburt kannst Du unser Tragetuch auch zum Bonding zwischen Dir und Deinem Baby nutzen, indem Du es Haut an Haut in Dein Tragetuch nimmst und Dich leicht erhöht auf das Sofa legst.

FACT IV: Dein Körpergefühl zählt!

Je nachdem, wie Deine Geburt verlaufen ist, solltest Du Dich auch aus medizinischer Sicht besonders schonen. Doch auch, wenn grundsätzlich nichts gegen das Tragen Deines Babys spricht, ist eines besonders wichtig: Nicht nur auf die physischen Signale zu achten, sondern auch auf Deine mentale Verfassung. Fühlst Du Dich noch nicht nach Tragen oder ständigem Körperkontakt zu Deinem Baby, ist das okay! Solltest Du Veränderungen an Dir bemerken, die Dir Sorgen bereiten, wende Dich auf jeden Fall an eine Vertrauensperson. 

FACT V: Rituale erleichtern den Alltag!

Ergänzend zu Deinem Rückbildungskurs kannst Du versuchen, kleine aber effiziente „Beckenbodenrituale“ in Deinen Alltag zu integrieren. Probiere doch mal, zum Beispiel immer beim Zähneputzen eine Mini-Einheit Beckenbodentraining zu integrieren! Lea zeigt auf ihrem Kanal tolle Übungen!

Unser Tipp: Frag’ Deine Hebamme nach einfachen und leicht in den Alltag zu integrierenden Möglichkeiten, den Beckenboden zu trainieren. 

Wir wünschen Dir eine wundervolle Kuschelzeit mit Deinem Baby! ♡

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