#whomademywrap – Teil 1: Unsere Stoffherstellung

Wir zeigen Euch wie die Herstellung unserer Tragetücher aussieht und welche Menschen daran beteiligt sind. 

Nachhaltige Produktion, faire Partnerschaften, eine hochwertige Qualität, ein geringer CO2 Abdruck - diese Begriffe hört man sehr oft.

Wir haben uns entschieden unsere Produktionsprozesse für Dich transparent zu machen. In den kommenden Blogbeiträgen zeigen wir Dir wie unser Herstellungsprozess abläuft und welche Menschen daran beteiligt sind.

Auf der Suche nach den besten Herstellerbetrieben in Deutschland, sind wir in der Textilhochburg auf der Schwäbischen Alb fündig geworden. Unsere Partnerbetriebe blicken auf eine Jahrzehnte lange Erfahrung in der Textilindustrie zurück und gewährleisten die hochwertige Qualität unserer Babytragetücher. Am Anfang unseres Produktionsprozesses steht die Herstellung unseres butterweichen Tragetuchstoffes, welchen Herr Herter mit seinem Betrieb für uns produziert.

Stellen Sie doch kurz Ihren Betrieb vor.

Die Firma wurde 1955 von meiner Mutter und meinem Onkel gegründet. Ich bin seit circa 30 Jahren im Betrieb. Wir sind ein Familienbetrieb und produzieren mit insgesamt 22 Mitarbeitern im Dreischichtbetrieb hochwertige Textilien.

Wie kamen es dazu, dass Sie die Strickerei übernommen haben?

Ich bin wirklich in der Strickerei geboren. Diese war, wie es früher üblich, im eigenen Haus. Damals gab es in jedem 2. Haus ein paar Maschinen. Wenn ich als Kind in den Keller gegangen bin, war ich also direkt in der familieneigenen Strickerei. Dort habe viel Zeit mit den Strickern verbracht. Das hat sich angefühlt wie eine große Familie und es wurde viel gelacht. Mit der Zeit ist die Strickerei immer größer geworden und der Keller wurde zu klein. 1986 haben wir das heutige Gebäude erbaut.

Ursprünglich war es nicht mein Ziel den Betrieb zu übernehmen. Meine Frau und ich haben BWL studiert, aber ist es dann eben anders gekommen. Als wir Kinder hatten, musste meine Frau ihren Beruf aufgeben. Der Betrieb ermöglichte es Familie und Beruf zu verbinden.

Die schwäbische Textilindustrie hat einen jahrzehntelangen Strukturwandel hinter sich. Viele Betriebe gibt es heute nicht mehr. Wie sehen Sie die weitere Entwicklung?

Das ist wahr, mind. 2 von 3 Betrieben mussten schließen. Das rührt daher, dass ca. 98% der Textilien vorwiegend aus Billiglohnländern mit niedrigen Umweltstandards importiert werden. 

Das Thema Nachhaltigkeit rückt jedoch immer mehr ins Bewusstsein der Verbraucher. Das Einkaufsverhalten ändert sich langsam. Ich denke, das braucht auch eine gewisse Zeit. 

Das wird auch der Textilproduktion in Europa, und ich nenne bewusst Europa, zugute kommen. Ich bin optimistisch, dass die Talsole erreicht ist und existierende Betriebe eine Daseinsberechtigung haben. Es kommt natürlich immer darauf an, was man daraus macht. 

Noch eine letzte Frage: woher beziehen Sie das Garn, das Little Wombat Tragetücher so besonders macht?

Es handelt sich hierbei um eine spezielle Garnmischung aus Baumwolle und Modal. Die Baumwolle stammt aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA) und wird in der Türkei gesponnen. Leider gibt es in Deutschland keine geeigneten Spinnereien mehr. Das Modal-Garn beziehen wir von Lenzing aus Österreich. Dieses wird aus Buchenfasern aus nachhaltig kontrollierter Forstwirtschaft gewonnen.