#whomademywrap – Teil 2: Unser Zuschnitt

Im zweites Teil unserer #whomademywrap Reihe stellen wir Euch den Betrieb von Thomas Haasis vor. Hier werden unsere Tragtücher zugeschnitten und für die Schneiderei vorbereitet.

Wie kamen Sie zu Ihrem Beruf als Zuschneider?

Meine Mutter hat zuhause als Heimarbeiterin genäht. Da ich die Ware immer in die Näherei gebracht habe, kam ich schon als Kind mit Textilien in Kontakt. 

Nach der Schule hatte ich zunächst Industriemechaniker gelernt. Dann kam meine Zeit bei der Bundeswehr. Als ich 1974 zurück kam, war das Betriebsklima in meiner Firma sehr schlecht. Ich habe gekündigt und in einer kleinen Firma das zuschneiden gelernt, was kein Lehrberuf ist.

Dort war ich viele Jahre und war letztendlich Leiter der Lohnschneiderei.

So kam ich dazu, dass ich mich 1984 selbstständig gemacht habe. Zuerst bei mir zuhause im Keller und seit 1992 hier in unserem Betrieb.

Wie viele Mitarbeiter haben Sie?

Insgesamt sind wir 5 Mitarbeiter. Eigentlich bin ich schon in Rente, aber nach 35 Jahren Selbstständigkeit kann ich nicht einfach aufhören. Dafür hänge ich zu sehr an meinem Beruf.

Was macht die Betriebe auf der schwäbischen Alb - und speziell Ihren - besonders?

Die meisten Betriebe haben gelernt flexibel zu reagieren. Wir zum Beispiel, schneiden ganz unterschiedliche Stoffe zu. Von Nachtwäsche bis zu technischen Stoffe. Wir haben zwar nicht die modernsten Maschinen, wie viele ausländische Betriebe, können jedoch dafür in Handarbeit ganz unterschiedliche Kundenanforderungen erfüllen. 

Für mich steht Zuverlässigkeit an erster Stelle. Meinen Stammkunden Ihre Ware auf Termin zu liefern ist mir wichtiger als ein möglicher neuer Auftrag.

Die Lieferkette der Textilbranche ist komplex. Auf der schwäbischen Alb hier kennen wir Betriebe uns alle gegenseitig und können uns daher flexibel reagieren.